HEUREKA!

Der Letzte Wille

Nun ist schließlich der Tag gekommen, - manche haben ihn sicher schon herbeigesehnt - da sich die HEUREKA ein letztes Mal die Ehre gibt. Die Geschichte der HEUREKAumfaßt nunmehr vier Jahre, eine kurze, eine nicht allzulange Zeit. Die erste der nur insgesamt fünf Ausgaben aus dem Jahre 1993 (die drei HEUREKAlightsind hier nicht berücksichtigt) war wohl zum Anfang ein Hammer - man denke an den vieldiskutierten Artikel über die amerikanische Durchschnittsintelligenz oder die Beleuchtung der Ausbeutung der Dritten Welt mit praktischen Demotips und einem Aufruf, den eigenen Mercedes zu zerstören, um das Kapital zu zerschlagen.

Das ÖG wurde in zwei Lager gespalten: Die verschwindend kleine, Pro-HEUREKA-Liga und die zahlreichen, teils militanten Hasser des bösen neuen Blattes. Viele haben gut mitgespielt; sie gingen auf die Barrikaden, schrieben vulgäre Drohbriefe an die Redaktion und warfen uns auf dem Schulhof nur verächtliche Blicke zu.

Die HEUREKA hat etwas bewirkt, was sie anderen Schülerzeitungen voraus hat: Sie war zeitweise Gesprächsthema sowohl bei Schülern und Eltern, als auch bei Lehrern und der Schulleitung. Und damit komme ich zur Überschrift zurück, die ich nicht einfach im Raum stehen lassen möchte.

Ich, und mit mir die Redaktion, wir wünschen uns, daß es auch später couragierte und beharrliche ÖG-Schüler gibt, die auch ungeliebte Themen zur Sprache bringen und vielleicht etwas bewirken (wenn nicht, hat man es jedenfalls probiert).

Das ist mein letzter in der HEUREKA geäußerter Wille. Alle unsere Kritiker am ÖG mögen schweigen oder lügen, denn über einen Verstorbenen darf man nicht schlecht reden.

In memoriam

Sebastian R. Mehl



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